Prettie Girls – One World Project

Ende 2013 kam mit dem „The One World Doll Project“ eine neue Fashiondoll-Reihe auf den us-amerikanischen Markt.

Wer sich dabei an die SIS-Reihe (So in Style) von Mattel erinnert fühlt, liegt nicht verkehrt. Hinter den neuen Dolls steht die Mattel Designerin Stacey McBride-Irby, die die SIS für Mattel entwickelt hat.

Wie bei SIS geht es dabei um die Idee von Fashiondolls, die zu den Kindern passen, die damit spielen. Während SIS eine rein afroamerikanische Reihe ist, reicht „The One World Doll Project“ über alle Kontinente. Die multikulturellen Prettie Girls sollen das positive Selbstbild der Mädchen aller Hautfarben stärken. Stacey McBride-Irby erklärte dazu in einem CNN Interview: „My dolls are going to have real stories, making girls feel more positive in their self-image.”

Für die Kids gibt es einen eigenen Web-Channel mit Musik, Spielen und Clubmitgliedschaft – www.prettiegirlsowp.com.

An die älteren Fashiondoll-Fans wurde ebenfalls gedacht – für sie gibt es (wie bei Mattel) hochwertigere Collectordolls. Die erste Collector stellt die afro-amerikanische Schauspielerin Cynthia Bailey dar und wurde zu einem Ausgabepreis von knapp 70 Dollar verkauft.

Es ist also für alle Altersgruppen was dabei: „For young girls, THE ONE WORLD DOLL PROJECT will create a doll that is a friend, a partner in play, and a glimpse of their biggest, brightest dreams. For young women, it is a symbol of who they are, how much they have achieved, a keepsake of one of the best times of their lives. For collectors, THE ONE WORLD DOLL PROJECT promises stylish works of art that will become a vital part of a valuable growing collectors’ market.“

Die erste OWP Playline-Serie trägt den Namen THE PRETTIE GIRLS™ und umfasst 5 Puppen, die preislich bei 25 Dollar liegen:
Lena – African-American
Valencia – Hispanic
Kimani – Afrika
Dahlia – Indien
Alexie – Kaukasierin

One World Project Prettie Girls #14

Stacey McBride-Irbys 15-jährige Arbeit als Designerin bei Mattel ist an den PRETTIE GIRLS natürlich nicht spurlos vorbei gegangen. Die Puppen sind schon sehr barbieähnlich – im Aussehen und den Körperproportionen. Auch bei den Frisuren hat man das ein oder andere Dejvu. Der Körper hat bewegliche Knie und Ellbogen. Das Gesicht erinnert an den Mbili Head mit den vollen Lippen, das Gesicht ist jedoch etwas länger, nicht ganz so rund. In der ersten Serie wurde für alle Puppen das gleiche Facemold verwendet, was zu der Idee von OWP nicht so ganz passt. Die Kleidung der ersten Serie ist hipp und straßentauglich.

Wie die SIS und eigentlich alle Fashiondolls haben die Prettie Girls auch jede ein eigenes Storybook.

Lena kommt aus Charlotte, North Carolina. Sie ist ein Business Girl und gut darin, „getting the job done“. Sie liest gerne und Rot ist ihre Lieblingsfarbe. Außerdem ganz wichtig: Sie ist hübsch, „weil sie immer eine positive Einstellung hat“

Kleiner Gimmick am Rande, mit Lena scheint Stacey McBride-Irby ein kleines Mini Me geschaffen zu haben, die Doll sieht der Designerin schon recht ähnlich.

One World Project Prettie Girls #02

One World Project Prettie Girls #01

Valencia, die Sportlerin (athletic Girl) kommt aus Mexico City. Sie spielt Softball und ist hübsch, „weil sie ein Vorbild für andere ist.

One World Project Prettie Girls #13

 

Die Körper der Dolls haben Gelenke an den Ellbogen und Knien sowie eine bewegliche Brustplatte. Was die Kopfhaltung angeht, sind sie ziemliche „no-no“ Sager. Sprich der Kopf lässt sich nach links und rechts drehen, aber nur minimal nach unten oder oben bewegen. Der Kunststoff ist härter als bei Barbie. Die Haare sind von guter Qualität, könnte Saran sein, es fühlt sich aber dicker an, als bei Barbie.

Der Oberkörper der Prettie Girls ist sehr schmal (kleine Brust) und endet in breiten Hüften und einem ausladendenn Gesäß, das leider nur mit Ach und Krach über Barbiekleidung passt. Auch die Füße sind größer, sodass sich die Prettie Girls nicht einfach am Barbiekleiderschrank bedienen können.

Auffällig ist das ausgeprägte Hohlkreuz (der Orthopäde lässt grüßen), das sich leider negativ auf die Haltung auswirkt. Schon beim Stehen denkt man unwillkürlich „nun stell dich doch mal gerade hin!“ Gerade sitzen ist bei dem Hohlkreuz leider auch nicht möglich.

Interessant ist auch die Halterung der Beine. Man kann sie relativ einfach aus der Hüfte lösen, aber sie lassen sich auch problemlos wieder einsetzen.

Der Nackenstempel lautet:
TM / © 2011
OWP

One World Project Prettie Girls #12

Die Kleidung macht soweit einen guten/soliden Eindruck, aber man sieht, wo gespart wurde…

One World Project Prettie Girls #09

 

 

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